Netzwerk Weltsynode Deutschland

Gemeinsam synodal.
Diözesen vernetzt.

Das Netzwerk Weltsynode Deutschland verbindet alle, die in deutschen Diözesen mit der Umsetzung des Abschlussdokuments der Weltsynode betraut sind, ob als Synodales Team oder in einem anderen Gremium. Gemeinsam bereiten wir die diözesanen Versammlungen 2027 und die Kirchliche Versammlung im Vatikan 2028 vor. Dabei binden wir die Erfahrungen des Synodalen Weges ein.

Weg 2025–2028

Ein gemeinsamer Prozess in Etappen

Die internationale Umsetzungsphase führt von lokalen Wegen über diözesane, nationale und kontinentale Auswertungsschritte bis zur Kirchlichen Versammlung im Oktober 2028.

2025–2026

Umsetzungswege vor Ort

Ortskirchen erproben synodale Praktiken, stärken Teams und Beteiligungsgremien und sammeln Erfahrungen.

1. Halbjahr 2027

Diözesane Evaluierungsversammlungen

Diözesen betrachten ihren Weg, deuten Früchte und Schwierigkeiten und formulieren nächste Schritte.

2. Halbjahr 2027

Nationale und regionale Versammlungen

Erfahrungen der Ortskirchen werden gebündelt und in einen größeren theologischen und pastoralen Horizont gestellt.

2028

Kontinentale Phase und Vatikan

Kontinentale Auswertung, Instrumentum laboris und Kirchliche Versammlung im Oktober 2028 führen den Prozess zusammen.

Teilnehmende der Weltsynode an runden Tischen

Weltkirchlich lernen

Was andere Diözesen bereits erproben, muss nicht neu erfunden werden.

Die Umsetzungsphase der Weltsynode läuft weltweit. Andere Ortskirchen haben bereits Formate entwickelt, Gespräche im Geist eingeübt, diözesane Versammlungen vorbereitet und Erfahrungen gesammelt. Diese Erfahrungen sind für deutsche Diözesen wertvoll.

Gleichzeitig hat Deutschland etwas einzubringen: Die Erfahrungen des Synodalen Weges, erprobte Beteiligungsformate und eine gewachsene synodale Kultur sind eine Ressource, die auch andere Ortskirchen interessiert. Dieses Netzwerk schafft den Raum, beides zusammenzubringen: das Lernen von anderen und das Weitergeben eigener Erfahrungen.

Synodale Teams

Warum sie jetzt zentral sind

Wie ein Synodales Team aussieht, ist von Bistum zu Bistum unterschiedlich: eigenes Team, bestehendes Gremium mit erweitertem Auftrag, oder noch in Klärung. Gemeinsam ist allen Modellen die Aufgabe, Perspektiven aus Pfarreien, Räten und Verbänden zusammenzubringen, die Orientierung der Weltsynode vor Ort zu übersetzen und nach außen ansprechbar zu sein.

Verbindung in die Diözese

Sie bündeln Erfahrungen aus Pfarreien, Räten, Verbänden, Initiativen und kirchlichen Arbeitsfeldern.

Übersetzung in Praxis

Sie helfen, die Orientierung der Weltsynode in Prozesse, Formate und Entscheidungen vor Ort zu übertragen.

Kontaktpunkt nach außen

Sie machen sichtbar, wer in einer Diözese für den synodalen Weg ansprechbar und vernetzt ist.

Synodale Teams sind keine Randnotiz. Der weltkirchliche Prozess stützt sich ausdrücklich auf ihre Arbeit. Darum ist es entscheidend, dass sie sichtbar, arbeitsfähig und miteinander vernetzt sind.
Für eine synodale Kirche. Gemeinschaft, Teilhabe, Sendung

Verzahnung

Weltsynode und Synodaler Weg gehören zusammen

In Deutschland darf die Umsetzungsphase der Weltsynode nicht losgelöst vom Synodalen Weg gedacht werden. Viele Fragen, Erfahrungen und Beschlüsse des Synodalen Weges berühren genau jene Themen, die weltkirchlich unter Synodalität, Beteiligung, Transparenz, Verantwortung und Sendung verhandelt werden.

Logo des Synodalen Weges
Weltsynode ↔ Synodaler Weg Die weltkirchliche Rezeption und die deutschen Lernerfahrungen müssen in den Diözesen zusammengeführt werden.
1

Diözesan zusammenführen

Die diözesane Ebene ist der konkrete Ort, an dem weltkirchliche Impulse und deutsche Erfahrungen pastoral wirksam werden.

2

Bestehende Beschlüsse aufnehmen

Ergebnisse des Synodalen Weges können als Erfahrungs- und Lernmaterial in die Umsetzungsphase eingebracht werden.

3

Spannungen ehrlich bearbeiten

Synodalität wird dort glaubwürdig, wo Konflikte, offene Fragen und unterschiedliche Geschwindigkeiten nicht ausgeblendet werden.

4

Gemeinsame Sprache finden

Das Netzwerk hilft, Begriffe, Prozesse und Erwartungen zwischen Weltsynode und Synodalem Weg besser zu übersetzen.

Gespräch im Heiligen Geist Eine geistliche Dynamik der Unterscheidung
Infografik: Das Gespräch im Heiligen Geist
Die synodale Infografik beschreibt das Gespräch im Heiligen Geist als Dynamik der Unterscheidung.

Das Gespräch im Heiligen Geist verbindet persönliche Vorbereitung, Gebet, Stille, Hören auf das Wort Gottes, achtsames Sprechen und gemeinsames Unterscheiden. Es hilft Gruppen, nicht vorschnell in Debattenlogik zu verfallen, sondern Konvergenzen, Spannungen und nächste Schritte zu erkennen.

1

Vorbereiten

Im Gebet und im Hören auf Gottes Wort bereitet jede Person ihren Beitrag vor.

2

Hören

Jede Person spricht aus Erfahrung und Gebet. Die anderen hören aufmerksam zu.

3

Resonanz

Geteilt wird, was berührt, Widerstand auslöst oder neu sichtbar wird.

4

Gemeinsam bauen

Die Gruppe sammelt Intuitionen, Konvergenzen, Hindernisse und neue Fragen.

PDF-Anleitung öffnen →

Digitale Austauschtreffen

Regelmäßig hören, teilen und weitergehen

Das Netzwerk lebt vom konkreten Austausch zwischen den Diözesen. Die digitalen Treffen schaffen einen einfachen Raum, um Erfahrungen aus der Umsetzungsphase zu teilen, Fragen miteinander zu sortieren und gemeinsam auf die nächsten Schritte zu schauen.

Formular ausfüllen →
Nächstes digitales Austauschtreffen

Treffen 3

Datum und Uhrzeit wird eingesetzt, sobald der Termin feststeht
Format Gespräch im Heiligen Geist · ca. 90 Minuten · digital via Zoom

Ablauf: drei Runden: Stand der Diözese, Resonanz, gemeinsame nächste Schritte.

Offen für alle, die in ihrer Diözese die Umsetzung der Weltsynode mitgestalten.

Formular ausfüllen →
Dauerhaft

Einmal im Quartal

Die digitalen Austauschtreffen sollen regelmäßig stattfinden, etwa einmal im Quartal. Das Format bleibt bewusst einfach: Gespräch im Heiligen Geist, ein gemeinsames Thema und Raum für das, was die Diözesen bewegt.

So entsteht ein kontinuierlicher Lernraum auf dem Weg zu den Diözesanen Versammlungen 2027, der nationalen Versammlung im zweiten Halbjahr 2027 und der Kirchlichen Versammlung im Vatikan 2028.

Erkenntnisse

Was die ersten Austauschtreffen zeigen

Aus den bisherigen digitalen Austauschtreffen ergibt sich kein fertiges Bild, sondern ein wachsendes Mosaik aus Gemeinsamkeiten, offenen Fragen und Erfahrungswissen. Diese Übersicht wird nach jedem Treffen ergänzt und ist absichtlich ehrlich, auch dort, wo es noch keine Antworten gibt.

Eigene Erfahrung ergänzen →

Was uns verbindet

01

Geistliche Haltung vor Struktur

Strukturen ohne gelebte synodale Haltung bleiben leer. Das gilt nicht nur für neue Gremien, sondern besonders für Hauptamtliche und die kirchliche Verwaltung, eine Erfahrung, die in beiden Treffen unabhängig voneinander formuliert wurde.

02

Die Basis-Frage

Mehrere Diözesen sehen sich am Anfang eines langen Wegs und teilen die Sorge, wie die Impulse der Umsetzungsphase tatsächlich bei den Pfarreien und Gemeinden ankommen, jenseits der Gremienebene.

03

Tastend und suchend, und das verbindet

Die Erkenntnis, dass alle Diözesen ähnlich unsicher unterwegs sind, wirkt im Austausch eher entlastend als entmutigend. Niemand hat einen fertigen Plan, und das offen auszusprechen, schafft Vertrauen.

04

Die Frage nach dem eigenen Platz

Sowohl ehrenamtlich wie hauptamtlich Engagierte, sowohl Laien wie Geweihte fragen sich neu, wo ihr Platz im veränderten kirchlichen Gefüge liegt. Diese Verunsicherung wird in beiden Treffen offen benannt, nicht überspielt.

05

Von der Taufe her denken

Immer wieder taucht der Bezug auf die gemeinsame Berufung aller Getauften als Grundlage auf: nicht das Amt allein begründet, wer mitsprechen darf, sondern die Taufe.

Was wir gelernt haben

01

Drei Grundmodelle, keine Blaupause

Synodale Teams entstehen auf drei Wegen: als eigenes neues Team, durch Beauftragung eines bestehenden Gremiums oder noch in einer offenen Findungsphase. Jedes Modell hat eigene Stärken und eigene blinde Flecken, etwa bei der Frage, wie breit das Team tatsächlich repräsentiert, wen es vertritt.

02

Das Gespräch im Heiligen Geist trägt über Netzwerktreffen hinaus

Mehrere Diözesen setzen die Methodik längst nicht nur hier ein, sondern in echten diözesanen Entscheidungsprozessen, etwa als geistliche Unterbrechung vor einer Abstimmung zur Pastoralstruktur oder als durchgehender Beratungsstil in diözesanen Gremien.

03

Horizontale Vernetzung allein reicht nicht

Der Austausch zwischen den Diözesen ist wichtig, aber nicht ausreichend. Es braucht echten Anschluss an die Deutsche Bischofskonferenz, das neue nationale Synodenteam und KAMP, damit die Ergebnisse der diözesanen Versammlungen 2027 nicht unverbunden nebeneinanderstehen.

04

Das Verhältnis von Synodalem Weg und Weltsynode bleibt zu klären

Wie die Erfahrungen und Beschlüsse des deutschen Synodalen Weges und die weltkirchliche Umsetzungsphase zusammengehören, ist offenbar nicht nur diözesan ungeklärt, sondern auch auf Ebene der Bischofskonferenz ein Ringen. Einzelne Diözesen entscheiden sich bewusst, den Schwerpunkt stärker auf eines der beiden Dokumente zu legen.

05

Sprache entscheidet mit über Beteiligung

Wo Begriffe zu sehr nach Organisation, Statuten und Gremien klingen, gerät die eigentliche Einladung zur Begegnung leicht aus dem Blick. Mehrere Stimmen, auch von kirchenrechtlicher Seite, haben das in den Treffen ausdrücklich angemerkt.

Was noch ungelöst ist

01

Was passiert ohne Konsens?

Das Gespräch im Heiligen Geist zielt auf gemeinsames Hören statt Mehrheitsentscheidung. Was geschieht, wenn sich trotzdem kein Konsens einstellt, ist bislang offen, eine Frage, die im ersten Treffen gestellt wurde und unbeantwortet blieb.

02

Rückkoppelung an Hauptamtliche

Wie die Ergebnisse synodaler Prozesse bei hauptamtlichen Verantwortungsträgern wirklich ankommen und wirken, bleibt eine offene Herausforderung, die mehrfach benannt wurde.

03

Macht und Bereitschaft zur Veränderung

Synodalität verlangt an manchen Stellen tatsächlich Verzicht auf gewohnte Entscheidungswege. Wie unterschiedlich diese Bereitschaft in den Diözesen ausgeprägt ist, wurde in den Treffen offen, aber ohne Lösung angesprochen.

04

Der Weg bis in die Pfarreien

Der Übergang von Gremienarbeit auf diözesaner Ebene in das gelebte Bewusstsein der Pfarreien und Gemeinden ist in den meisten Diözesen noch kaum gelungen. Mehrere Beiträge beschrieben das eigene Bistum hier ausdrücklich am Anfang.

05

Wer fehlt noch im Bild?

Arme, marginalisierte Menschen sowie Menschen mit anderer Muttersprache oder Kultur kommen in den bisherigen Prozessen nach eigener Einschätzung mehrerer Beiträge noch zu wenig vor. Das wurde als Leerstelle benannt, nicht als erledigte Aufgabe.

Diözesen

Wer ist dabei?

Öffentliche Arbeitsübersicht auf Grundlage der eingetragenen Informationen aus dem Netzwerk-Formular und bestätigter öffentlicher Angaben. Sichtbar sind nur sachliche Informationen zum jeweiligen Synodalen Team, zu einem zuständigen Gremium oder zu einer bekannten Struktur, die die Umsetzung vor Ort begleitet. Kontaktdaten und interne Rückmeldungen werden nicht veröffentlicht.

27 angezeigte Einträge
Team / Struktur aktiv Geplant / in Aufbau Anderes synodales Gremium Unbekannt / keine Info Kein Team geplant
Keine Diözese passt zu dieser Suche oder diesem Filter.

Eintrag fehlt oder veraltet? → info@netzwerk-weltsynode.com

Mitmachen

Tragen Sie Ihre Diözese ins Netzwerk ein

Das Netzwerk ist offen für alle, die in ihrer Diözese Verantwortung für die Umsetzung der Weltsynode tragen: im Synodalen Team, in einem anderen zuständigen Gremium oder als erste Ansprechperson, bei der die Fäden zusammenlaufen.

Über das Formular erfassen wir einmalig die wichtigsten Angaben zu Ihnen und Ihrer Diözese. Damit wird Ihre Diözese im Netzwerk sichtbar, Sie werden zu den nächsten Austauschtreffen eingeladen und Ihre Erfahrungen fließen, soweit gewünscht, in die Diözesen-Übersicht und die gemeinsamen Materialien ein.

1

Ihr Eintrag erscheint, soweit Sie ihn freigegeben haben, in der Diözesen-Übersicht.

2

Sie erhalten die Einladung zum nächsten digitalen Austauschtreffen.

3

Ihre Ansprechperson wird ins Netzwerk aufgenommen und erhält künftige Informationen direkt.

Eintrag korrigieren, ergänzen oder Material einreichen? info@netzwerk-weltsynode.com

Über das Netzwerk

Wer steckt dahinter?

Das Netzwerk Weltsynode Deutschland entsteht aus dem Wunsch, die diözesane Umsetzungsarbeit nach der Weltsynode 2024 gemeinsam weiterzuführen und strukturiert miteinander zu verbinden.

Das Netzwerk Weltsynode Deutschland ist eine Initiative der Synodalen Teams der deutschen Diözesen. Es fördert den Austausch und das gemeinsame Lernen während der Umsetzungsphase der Weltsynode.

NW

Noah Walczuch

Synodenteam Regensburg, ZdK

GF

Gerhard Frübis

Synodales Team Bistum Speyer, ZdK